Hintergrundbilder
Altstadtgrafik von Regensburg
Die Dreieinigkeitskirche in der Regensburger Altstadt ist eine ganz besondere Sehenswürdigkeit

Als wir jüngst in Regensburg waren, sind wir über den Strudel gefahren...


altes Volkslied

 

Die Dreieinigkeitskirche in Regensburg

Der Altar der Dreieinigkeitskirche in Regensburg ist kunstvoll verziert mit zahlreichen Schnitzereien aus dem 16. JahrhundertDie Dreieinigkeitskirche in Regensburg ist eine Kirche, die ihren eleganten ursprünglichen Charakter bis heute bewahren konnte.

Nachdem sich die Reichshauptstadt Regensburg 1542 zum protestantischen Glauben bekannt hatte, entwickelte sich die Stadt zum Vorposten für die Verbreitung der lutherischen Glaubenslehre im Südosten des Reiches. Die Mitglieder der evangelischen Gemeinde wuchsen stark an, da viele aus Österreich und Böhmen vertriebenen Protestanten in Regensburg Zuflucht gefunden hatten. Nachdem der in der Stadt ansässige katholische Dominikanerorden die gemeinsame Nutzung ihrer Kirche St. Blasius untersagt hatte, beschloss die evangelische Kirche im Februar 1627 den Bau der Dreieinigkeitskirche.

Als Baumeister wurde der in Nürnberg tätige Ingenieur und Architekt Johann Carl berufen. Inmitten des Dreißigjährigen Krieges erfolgte am 4. Juli 1627 die Grundsteinlegung für das Gotteshaus. Der Bau wuchs schnell in die Höhe und wurde bereits am 5. Dezember 1631 nach nur viereinhalb Jahren Bauzeit eingeweiht. Aufgrund der Kriegswirren konnten der Südturm und die Portale jedoch nicht vollendet werden.

In der von Johann Carl errichteten Saalkirche mit ihrem eingezogenen Chor wurde um 1630 das noch heute in Gebrauch befindliche Gestühl eingebaut. Es spiegelt die, für die damalige Zeit, übliche Sitzordnung der städtischen Gesellschaftsordnung wieder. Die gesamte Kirche besticht bis heute durch ihre elegante Schlichtheit.

Der Gesandtenfriedhof

Neben der Kirche befindet sich der Gesandtenfriedhof. In einem schmalen Streifen zieht er sich östlich und südlich um die Kirche. Die prachtvollen Barockgrabmäler wurden zumeist für die hier verstorbenen Teilnehmer des Immerwährenden Reichstages (1663 – 1806) errichtet. Die barocken Epitaphien erinnern bis heute an den Glanz vergangener Zeiten.

Ein weiteres Erlebnis in der Dreieinigkeitskirche ist eine Turmbesteigung

Von dem vollendeten achtstöckigen Nordturm der Kirche hat man einen wunderschönen Rundblick über die Dächer der Regensburger Altstadt. Der Aufstieg ist zwar etwas abenteuerlich, doch sollte man sich diesen Ausblick nicht entgehen lassen.

Ausblick vom Turm der Dreieinigkeitskirche über die Altstadt von Regensburg

Öffnungszeiten:

Sonntag vor Ostern bis erstes Novemberwochenende

täglich von 12 bis 18 Uhr

bei schönem Wetter auch Spätöffnungen

 

Dreieinigkeitskirche

Am Ölberg 1
93047 Regensburg


 

Die glanzvollen barocken Epitaphien erinnern bis heute an die verstorbenen Gesanten des Regensburger Reichstages.

 

Anreise nach Regensburg: