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Altstadtgrafik von Regensburg
Johannes Kepler gestorben in Regensburg bedeutender Astronom und Wissenschaftler

Ein Tag, an dem man nicht lacht, ist ein verlorener Tag.

Charlie Chaplin

 

Johannes Kepler

Geboren am: 27.12.1571 in Weil bei Stuttgart
Gestorben: 15.11.1630 in Regensburg

Johannes Kepler wurde als ältester von sieben Kindern geboren. Er zählte zu den bedeutendsten Wissenschaftlern seiner Zeit. Neben Naturphilosophie, evangelischer Theologie und Optik befasste Kepler sich noch Mathematik, Astronomie und Astrologie. Kepler entdeckte 3 Gesetze, die nach ihm benannt wurden und bis heute bestand haben.

Er arbeitete jedoch nicht nur als Wissenschaftler, immer wieder musste er sich wohl aus Geldmangel mit verschiedenen Gelegenheitsarbeiten zusätzliches Geld verdienen. Als ihm ein Bergwerksbesitzer sein Problem bei der Entwässerung seiner Bergwerksstollen erzählte, befasste sich Kepler mit diesem Problem. Er erfand dabei eine Zahnradpumpe, die ohne Ventile funktionierte und so fast wartungsfrei war. Das Prinzip dieser Pumpe wird bis heute bei Ölpumpen in der Automobilindustrie angewandt.

Unser Buch-Tipp:

Buch Johannes Kepler

 

    Astronomia Nova: Neue ursächlich begründetet Astronomie

Welche Rolle spielte Regensburg im Leben der Familie Kepler?


Büste von Johannes Kepler in RegensburgJohannes Kepler lebte in einer unruhigen Zeit. Er war zwei Mal verheiratet, mit Barbara Müller von Mühleck (+1611) und Susanne Reuttinger (+1636). Insgesamt hatte der Gelehrte 12 Kinder, von denen jedoch nicht alle das Erwachsenenalter erreichten. Erbitterte Glaubenskämpfe und der 30 jährige Krieg haben den Wissenschaftler immer wieder gezwungen, seinen Aufenthaltsort zu wechseln. So kam es, das er immer öfter nach Regensburg kam.

1613 war Johannes Kepler in Regensburg anwesend wegen eines Planes zur Kalenderreformation des Reichstages. Das erste Mal  brachte er 1620 seine Familie bei Freunden in Regensburg in Sicherheit, da es in seiner damaligen Wirkungsstätte Linz zu politischen und militärischen Unruhen kam. Aufgrund der Gegenreformation 1626 musste die Familie abermals aus Linz fliehen und fand wieder Unterschlupf bei Freunden in Regensburg. 1630 kam Kepler nach Regensburg, um mit Kaiser Ferdinand II über die noch ausstehenden beträchtlichen Besoldungen der vergangenen Jahre zu verhandeln.

Doch schon bald nach seiner Ankunft erkrankte Kepler schwer. Er konnte sich von dieser Krankheit nicht mehr erholen und verstarb am 15.11.1630 im Haus seines Freundes Hildebrand Billi. Bestattet wurde Kepler am 17.11.1630 auf dem protestantischen Friedhof in Regensburg. Auch seine zweite Frau Susanne Kepler wurde 1636 in Regensburg beigesetzt. Das Grab Keplers ging in den Wirren des 30jährigen Krieges verloren. Heute befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Friedhofs eine Parkanlage ganz in der Nähe des Regensburger Hauptbahnhofes.

Das Sterbehaus Keplers befindet sich in der Keplerstraße 5, in ihm befindet sich heute das Kepler-Museum.
Das Wohnhaus der Familie Kepler von 1626 befindet sich nur wenige Schritte entfernt in der Keplerstraße 2.

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